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Hier zu lesen:

Minicat-Testbericht (pdf) aus dem Magazin Bootshandel

Minicat 460 TESTBERICHT aus der YACHT (4/´16)

 

…auch Laura Dekker, die Solo – Weltumseglerin , segelt gerne auf ihrem Minicat 310  … „It sails really well and it is very fast. It is easy to assemble and the boat is very well thought out so you do not need much storage space if you are not living near to the sea. It can be carried along in one big bag. Usually advertisements are very much exaggerated but this one really says it like it is.I have seen and sailed numerous inflatable catamarans and this one really stands above them all.“ Laura Dekker

von Helmut Hinnemann ,

Kat-Fachmann & Autor der Bücher CAT SEGELN und CAT FUN PUR:

Meine Neugier auf einen CATAMARAN der ganz anderen Art wurde schon auf der Messe BOOT zu Beginn des Jahres geweckt. Scheinen diese „aufblasbaren Catamarane“ doch eine neue Dimension des Urlaubsegelns zu eröffnen. Kurzum, man kann sie als Sportausrüstung kostengünstig mit in den Flieger nehmen und in interessanten Revieren auf Erkundungsfahrt gehen. Bislang segelte ich schnelle Sportcatamarane unterschiedlicher Werften auf fast allen Revieren der Welt. Dies zumeist beruflich. Was aber tun, wenn man diese schnellen Flitzer nun mal nich mitreisen lassen kann und ein Containertransport zu teuer und zu zeitaufwendig ist? Locken doch zahlreiche Lagunen dieser Welt damit, besegelt zu werden. Das Ausleihen vor Ort gestaltet sich schwierig. Entweder darf man nur in Sichtweite der Verleihstation segeln (Ägypten), oder die Boote sind in einem erbärmlichen Zustand (Seychellen), oder sie sind einfach versprochen aber nicht verfügbar (British Virgins), oder ab 3 Windstärken schließt die Station (Barbados).

Da erscheint die geniale und robuste Konstruktion des MINICAT doch sehr vielversprechend.

Dem gegenüber stehen natürlich die üblichen Bedenken, besonders dann, wenn man verwöhnt ist hinsichtlich Geschwindigkeit und Handling eines Catamarans. Die alles bestimmende Frage zu Beginn des Probesegelns war folglich: Welche Kompromisse geht man mit diesen Catamaranen ein?

Die Bedingungen an dem Testtag waren ideal, um auch mal etwas sportlicher zu segeln. 4 bis 5 BFT in Böen und eine leichte Welle. Schon der Einstieg in den MINICAT erwies sich als komfortabel. Selbst bei Belastung mit zwei Crewmitgliedern bleibt die Eintauchtiefe dank der volumig gestalteten Rümpfe gering.

Entsprechend war dann auch die Spritzwasserbelastung an Bord kaum spürbar. Die Beschläge und Verankerungen sind solide gebaut. Bei Böeneinfall zeigte der MINICAT kaum Verwindung in der Konstruktion. Kompliment an die Erbauer!

Das alles entscheidende Moment aber sollte das Höhelaufen sein. Schließlich möchte man nicht in einem weiten Revier endlos über das Wasser driften, um dann mit unzählbaren Wenden doch zum Ausgangspunkt zurück zu kehren.

Ja, man kann schon behaupten, dass die Segeleigenschaften auf Amwindkurs mich begeisterten. Die kleinen aber günstig angeordneten Kiele unter den Schwimmern lassen  Erstaunliches zu.

Das Abdriftverhalten ist sehr gering und man schafft durchaus Kurse sehr hoch am Wind. Auf allen anderen Kursen ist man schnell unterwegs, weil der Widerstand des Unterwasserschiffs sehr gering ist, gepaart vom geringen Bootsgewicht.

Selbst eine Einrumpffahrt war möglich. Überlegen ist der MINICAT den sportlichen großen Brüdern hinsichtlich der Wendigkeit. Kein Verhungern in der Wende. Jede Ruderbewegung wird in Kurvenfahrt umgesetzt.

Fazit: Das isses! Sowohl für Segelspaß auf zwei Rümpfen auf Seen,Binnengewässern & Küsten Europas, als auch in der Lagunenwelt von Mauritius hat dieser CAT seine volle Berechtigung.

Meine Urteile gegenüber aufblasbaren Wassersportgeräten bleiben, mit einer Ausnahme, bestehen:

Dem MINICAT als recht kompromissloses sportliches Freizeit- und Familienboot.

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